Mühltal, 16.06.2014

40 Jahre und kein bisschen alt.

… die JFC Tee-Mobil Arbeit am Puls der Zeit

 

In diesem Jahr wird die Tee-Mobil Arbeit von Jugend für Christus 40 Jahre alt. Die spektakulären Fahrzeuge waren immer ihrer Zeit angepasst und so ist es bis heute: Anstatt einer rollenden Teestube in Gestalt eines Flower-Power Busses fährt heute ein echter  amerikanischer Truck mit Bar an Bord vor. Der Kern der Arbeit hat sich jedoch nicht verändert: Menschen dort begegnen, wo sie sind.

 

„Wenn Jugendliche nicht mehr in die Veranstaltungen unserer Gemeinden kommen, dann müssen wir eben zu ihnen hingehen“. In den 70ger Jahren waren Jugendliche immer weniger in traditionellen evangelistischen Veranstaltungen zu finden. Der Anspruch von JFC - „Jugend für Christus“ war, Jugendliche zu erreichen, die keinen oder nur wenig Kontakt mit der Kirche haben. Neue Wege mussten her.

Am Ende vieler Diskussionen entstand die Idee, einen Bus so umzubauen, dass er zu einer fahrbaren Tee-Stube wurde. Ein christlicher Busunternehmer aus dem Westerwald war von der Idee so angetan, dass er JFC 1974 einen älteren Bus schenkte. Die Sitze wurden aus dem Fahrzeug entfernt, eine 220 Volt Anlage, eine Küche und ein Wassertank eingebaut. Das innere des Busses wurde gemütlich mit Teppichen und Sitzecken verkleidet. Die Außenlackierung entsprach der damaligen „Flower-Power“ Mode. Tee gab es für die Besucher gratis.

Auch ein Mitarbeiterteam wurde benötigt. So wurde ein Jahresteam rekrutiert. Ihr Anliegen war, mit kirchenfernstehenden Jugendlichen über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Der Dienst bestand nicht nur aus einer Straßenkontakt- arbeit, sondern auch aus vielen Schulstunden. Die Idee kam in den Gemeinden so gut an, dass der Bus schnell ausgebucht war. 1977 schenkte derselbe Busunternehmer JFC deshalb ein weiteres Fahrzeug.

Im Laufe der Jahre nagte jedoch der Rost an den Fahrzeugen. Ersatz musste beschafft werden. Aus den 1.1/2-stöckigen Bussen wurden 1984 Doppelstockbusse, die auch mehr Platz boten. 1995 waren auch diese Fahrzeuge „verbraucht“ und zwei neue Busse in Silberlackierung kamen als Ersatz. Da sich der Geschmack vieler Jugendlicher änderte, wurde mittlerweile nicht nur Tee, sondern auch Kaffee ausgeschenkt.  JFC finanziert sowohl Arbeit als auch die Busse ausschließlich aus Spenden.

Als das 40-jährige Jubiläum näherkam, begann JFC darüber nachzudenken, ob die Zeit nicht reif sei für Veränderungen. Durch die Tee-Mobile wurden zehntausende von Jugendlichen erreicht und Hunderte Mitarbeiter des Jahresteams intensiv geschult. Trotzdem machte das Gefühl sich breit, dass ein neuer Akzent gesetzt werden sollte. Direktor Alfons Hildebrandt erinnert sich: „Vor ca. zwei Jahren haben wir einmal analysiert, wie viele mobile evangelistische Dienste es in Deutschland gibt. Wir kamen auf 15 unterschiedliche Initiativen. JFC hat dabei bis heute ein  Alleinstellungsmerkmal: es ist das einzige Werk, dass ein permanentes Jahresteam einsetzt“.

Die Überlegungen führten zu dem Ergebnis, von den Bussen weg zu gehen und einen original amerikanischen Truck zu kaufen. Jugendliche sind durch Filme und andere Medien sehr an den amerikanischen Lebensstil gewöhnt und würden allein durch die Art und Größe des Fahrzeugs angezogen. Die Erwartungen wurden erfüllt. Zusätzlich dazu wurde ein Auflieger gekauft, der – wie die Tee-Mobile zuvor – innen einladend umgebaut wurde. Auch hier erfolgte die Installation einer Küche. Um die Kapazitäten zu erhöhen wurde auch das Dach des Aufliegers als Dachterrasse ausgebaut. Da der Begriff „Tee-Mobil“ noch aus den 70er Jahren stammte, erhielt das Fahrzeug einen neuen Namen, nämlich „Lifeliner“ Mittlerweile hat er bereits einige Einsätze hinter und wird sehr gut angenommen. JFC ist dankbar für diese gute Entwicklung und freut sich auf viele weitere Jahre fruchtbaren Dienst.

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